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Diese Arbeit
bringt ans Licht, was uns in die Schicksale anderer Mitglieder verstrickt
und was die Verstrickung bewirkt.
Dabei wird deutlich, dass wir uns mit Schicksalen von ausgeschlossenen,
vergessenen,
früh gestorbenen, abgetriebenen oder nicht geachteten Familienmitgliedern
identifizieren, ohne uns dessen bewusst zu sein.
Als Folge sehen wir schwere Schicksale, Krankheiten oder unglückliche
Beziehungen
bei uns und unseren Nachkommen.
Doch der Begriff Familienaufstellung ist irreführend, die Methode
ist in allen Bereichen
des Lebens anwendbar. Im Arbeitsbereich (Organisationsaufstellung),
bei Krankheiten,
bei Partnerschaftskonflikten, Erziehungsfragen, Religions- und Nationalitätsfragen,
Entscheidungsfindungen, Problemen des täglichen Lebens und
Arbeitsweise: Stellvertreter werden aus der Gruppe
ausgewählt und aufgestellt.
Die Stellvertreter wissen nicht, wen oder was sie repräsentieren.
Sie sind völlig neutral und können wertfrei ihren Gefühlen
nachspüren.
Sie bewegen sich nach ihrem eigenem Impuls ohne Worte.
Nur dem Klienten wird gesagt, wer wen vertritt. Er ist selbst auch
als Stellvertreter vorhanden.
Vor aller Augen läuft ein Film ab, ein Stummfilm.
Wenn alle an einem von ihnen gewählten Platz bleiben möchten,
beginnt das Arbeiten.
Es ist nicht erklärbar, warum die Stellvertreter sobald sie aufgestellt
worden sind
die Gefühle und die körperlichen Symptome der Originalperson
haben.
Lösung: Die Verstrickungen können durch
das Stellen der Ordnung, durch den Ausgleich
von Geben und Nehmen und die Berücksichtigung von Bindungen gelöst
werden.
Das ausgeschlossene Mitglied wird gewürdigt, so dass Liebe und
Achtung
und nicht mehr der Klient das begangene Unrecht ausgleichen.
Später kann der Klient mit seinem Stellvertreter ausgetauscht
werden und spüren,
wie sich die lösende Ordnung anfühlt.
Es entsteht ein neues inneres Bild: Die Beziehungen zwischen den Personen
werden auf eine klare Ebene gebracht und Wege gefunden, die sich heilsam
auf das eigene Leben
und das gesamte System auswirken. Der Klient geht mit einem Lösungsbild
nach Hause. Dieses arbeitet in der Seele weiter und hat eine heilsame
Wirkung auf das gesamte System.
Die an den falschen Stellen gebundenen Kräfte können nun
frei werden für die verantwortliche Lebensgestaltung des Klienten.
Klient: Er macht eine Aufstellung weil er für
sich etwas klären will.
Teilnehmender Beobachter: Er sieht zu. Oder er arbeitet für andere
als Stellvertreter und kann die Gefühle spüren. Sie sind
nicht die eigenen.
Oft kann man für sich wichtige Lösungen finden, ohne dass
eine eigene Aufstellung gemacht werden muss. Die Arbeit eines Einzelnen
bringt oft alle Anwesenden weiter.
Einzelarbeit: Für die Stellvertreter werden Hilfsmittel gebraucht,
Papierblätter, Stühle, Schuhe. Der Klient leistet die Stellvertreterarbeit
selbst, indem er sich auf jedes einzelne Blatt stellt und seine Gefühle
wahrnimmt.
Arbeit des Therapeuten: Ich weiß nichts vorher.
Alles zeigt sich, wenn wir arbeiten.
Was ist das Anliegen des Klienten, was möchte er, was berührt
ihn?
An seiner und an der Reaktion der Stellvertreter erkenne ich die Brisanz,
die Ansatzmöglichkeiten, die Lösung.
Wir arbeiten im geschützten Raum.
Jeder der Teilnehmer verpflichtet sich zum Schweigen über die
Arbeit der Anderen.
Auf Wunsch kann auch ohne Worte gearbeitet werden
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